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EU-Krise: Island erholt sich

Nachdem 2008 durch den Zusammenbruch des Bankensektors in Island die Staatspleite drohte, scheint die isländische Regierung die Krise mittlerweile in Griff zu bekommen. Die Wirtschaft erholt sich und auch der damals vom IWF geliehene Kredit ist zu einem respektablen Anteil getilgt worden. In den nächsten vier Jahren soll der Rest abbezahlt werden. Ein verloren geglaubter Staat kehrt zurück, während andere mit starken Turbolenzen zu kämpfen haben.

Die insgesamt wieder wachsende Binnenwirtschaft Islands wirkt sich positiv auf die Fischindustrie aus, welche nach einigen verlustreichen Zeiten wieder Gewinne erzielen konnte. Auch die Arbeitslosigkeit nimmt ab, was zu einem positiven Geschäftsklimaindex in Island geführt hat. Wer hätte gedacht, dass die Regierung des Inselstaates so musterhaft handelt.

Die damals auf 19% hochgeschossene Inflationsrate konnte auf etwa 5% gesenkt werden. Das liegt immer noch über den Vorgaben des europäischen Stabilitätspaktes, allerdings ist dieses in so kurzer Zeit eine immense Leistung der isländischen Regierung. Die Staatsverschuldung konnte auf neunzehntel des BIPs herabgesetzt werden und das Wachstum lag im vergangenem Jahr über dem EU-Durchschnitt bei 2,8%. Island ist auf gutem Wege und hat die Krise schnell in Griff bekommen. Das kann man leider nicht von anderen EU-Staaten behaupten.

Staaten wie Griechenland, Portugal, Italien oder Spanien liegen derzeit im Fokus der internationalen Wirtschaftsgemeinschaft. Die Staatsverschuldung nimmt wie hier berichtet noch stetig zu. Inflation und Auswanderungen verschärfen die Lage zunehmend. Ein Anknüpfen an das isländische Erfolgsrezept wäre wünschenswert, gestaltet sich allerdings alleine schon vom Volumen her problematisch. Hinzu kommt, das diese Länder keine eigene Währungen mehr besitzen wie Island.


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